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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 06/11 vom 09.02.2011

Ich mache mir Sorgen ums Web. Zuerst dreht Ägyptens Regime das Internet kurzfristig ab, dann liest man, dass das Netz bald voll ist. Uns gehen die IP-Adressen aus. Das sind quasi die Nummerntafeln des Onlineverkehrs: Jeder Computer bekommt eine Adresse zugewiesen, damit ist das Gerät identifizierbar und kann den Datenhighway entlangfahren. 4,3 Milliarden IP-Adressen gibt es weltweit, in Kürze sind alle vergeben. Grund zur Panik besteht aber nicht: Die Informatiker arbeiten längst an neuen Nummerntafeln, die Internet-anbieter werden eine neue Technik einsetzen und das Netz wird rechtzeitig gerettet. Hoffen wir einmal. Falls doch etwas schiefgeht, hat der Guardian ein paar Tipps. "Was machen wir, wenn das Internet voll ist?“, fragt die britische Tageszeitung. Ihre Antwort: Wir machen es wie einst, als wir noch offline waren. Analoge Musikkassetten statt superschnelles Downloaden, mündlicher Tratsch statt Twitter und Co, Telefonbuch statt Google. Oh Gott, bitte, bitte rettet das Internet!


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