Die Reformkostverächter

Feuilleton | aus FALTER 06/11 vom 09.02.2011

Die "Theaterreform“ hat in der Wiener Off-Szene viel bewegt. Jetzt müsste sie nur noch umgesetzt werden

Recherche: Wolfgang Kralicek

Vielleicht ist es Ihnen auch schon aufgefallen: Wiens Theaterlandschaft hat sich ganz schön gemausert. Alle paar Monate wird eine neue Bühne eröffnet, und so viele junge Theatermacher wie heute hat es vielleicht noch nie gegeben. Hauptverantwortlich dafür ist die von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny vor acht Jahren eingeleitete "Theaterreform“, mit der das System der städtischen Theaterförderung grundlegend verändert werden sollte.

Die Ergebnisse der Reform können sich sehen lassen. In den letzten fünf Jahren wurden in Wien sieben Theater gegründet oder neu gestartet; rund 40 Prozent der zur Förderung eingereichten Projekte stammen von Künstlerinnen und Künstlern unter 30. Das Wiener Theater lebt. Das ist die gute Nachricht.

Es gibt aber auch eine schlechte: Auch nach acht Jahren sind wesentliche Punkte der Theaterreform noch immer nicht


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