Botox für Bacchus

Feuilleton | aus FALTER 06/11 vom 09.02.2011

Die Kunsthistorikerin Sylvia Ferino unterzieht die Gemäldegalerie im Kunsthistorischen Museum einem Lifting

Porträt: Matthias Dusini

Die Wiener Kunsthistorikerin Sylvia Ferino arbeitet momentan mit Bacchus, Ceres und Amor. Kaiser Rudolph II. gab das Bild des antiken Trios bei dem Hofmaler Hans von Aachen in Auftrag, und Ferino sucht in Saal IX des Kunsthistorischen Museums Wien (KHM) einen Platz dafür. Handwerker haben die braunen Wandbezüge aufgezogen, als Nächstes sind die Scheinwerfer dran. "Es ist leider nur eine kosmetische Erneuerung“, sagt Ferino. Für den Umbau der Kunstkammer, in der Beispiele von Elfenbein- und Bronzeskulptur versammelt sind, stellte das Ministerium 15 Millionen Euro zur Verfügung; die Modernisierung der Gemäldegalerie darf nur einen Bruchteil kosten.

Das Licht, die Haut auf den Bildern der Venezianer, welche Sinnlichkeit! Die Kunsthistorikerin verliert die wissenschaftliche Contenance, wenn sie über ihre Arbeit spricht. Das Studium von Originalen lässt


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