Die Geschichte der Zukunft

Feuilleton | aus FALTER 06/11 vom 09.02.2011

Kino als utopischer Ort: Das Filmmuseum widmet dem Science-Fiction-Film eine Retrospektive

Genreanalyse: Michael Pekler

Ungelenk stapft er aus dem Raumschiff. Sein Name ist Gort, und gelandet ist das Wesen aus dem All gemeinsam mit seinem Herrn Klaatu in Washington, D.C. Man schreibt das Jahr 1951, und Robert Wise hat das meterhohe Ungetüm an der Seite von Michael Rennie in "The Day the Earth Stood Still“ auf die Menschheit losgelassen, um ebendiese zu retten: Wenn die im Kalten Krieg bis an die Zähne bewaffneten irdischen Großmächte ihren Krieg ins Weltall hinaustragen, werden die grundsätzlich pazifistischen Außerirdischen, so ihre Botschaft, den Blauen Planeten kurzerhand zerstören.

Neun Jahre später, im Juli 1960, erklimmt ein anderer Redner das Podium. Auch er würde gerne in Washington landen, auch er sieht die Zukunft der Menschheit in der Überwindung von Grenzen: "A frontier of unknown opportunities and paths, a frontier of unfulfilled hopes and threats“, bekräftigt der


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