"Wenn die Künstler aufgewacht sind“

Feuilleton | aus FALTER 06/11 vom 09.02.2011

In seinen Erinnerungen berichtet Hans Landesmann von der Doppelrolle seines Lebens: als Kaufmann und Musikmanager

Buchbesprechung: Carsten Fastner

Wenn Hans Landesmann nur nicht seiner Muttersprache beraubt worden wäre, was hätten wir wohl alles von diesem so feinsinnigen wie einflussreichen Kulturmenschen zu lesen bekommen? Das Schreiben im literarischen Sinne sei für ihn ein Traum geblieben, bekennt er nun in seinen Erinnerungen, die er dem Salzburger Journalisten Karl Harb diktiert hat. Denn obwohl er dreisprachig lebt - Deutsch im Alltag, Englisch in der Familie, Ungarisch im Geschäft und in seinen Träumen - beherrscht er keine dieser Sprachen perfekt.

Zu hören gab uns Landesmann dafür umso mehr. Als Veranstalter, Lobbyist und Förderer hat er das österreichische Musikleben der letzten vier Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt - insbesondere im Dienste der zeitgenössischen Musik und oft genug mit internationaler Ausstrahlung. Seine Memoiren stellt Landesmann denn auch unter einen


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