"Das Tempo muss runter“

Stadtleben | aus FALTER 06/11 vom 09.02.2011

Experte Kurt Hoch will, dass der Skirennsport wieder menschlich verträglich wird

Reportage: Johann Skocek

Ein mörderisches System hat sich im alpinen Skirennsport etabliert. Die Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen wird von schweren Unfällen von Hans Grugger (Kitzbühel), Mario Scheiber und Manuel Osborne-Paradis (Chamonix) überschattet, um nur die letzten zu nennen. Seither ist eine Diskussion über die zumutbaren Risiken im Hochleistungssport in Gang gekommen.

"Die Geschwindigkeit ist das Kriterium“, sagt Kurt Hoch. Der in Innsbruck lebende Steirer bildete ÖSV-Abfahrtsstars wie Hannes Trinkl, Fritz Strobl, Werner Franz oder Stefan Eberharter aus. Von 1991 bis 2005 leitete er als Rennsportdirektor der FIS den Damenzirkus. Heute arbeitet der 63-Jährige als Gerichtssachverständiger für Skiunfälle.

"Rennläufer sind immer schon gestürzt“, sagt Hoch. "Wenn bei einem Training auf der Kitzbüheler Streif nicht zweimal der Rettungsschlitten gefahren ist, hat man gesagt, es war kein richtiges


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