Kugelschuss auf der Weide

Stadtleben | aus FALTER 06/11 vom 09.02.2011

Herbert Schwaiger hat einen mobilen Schlachthof erfunden. Betreiben kann er ihn nicht

Bericht, Gericht & Fotos: Irena Rosc

Laut wie ein Kind in Todesangst klagte ein Hase beim Schlachten. "Ich brachte es nicht übers Herz, weitere Tiere zu töten“, sagt Herbert Schwaiger. In den 90er-Jahren war er, wie Lothar Greger von Bio-Austria bestätigt, der bekannteste Biobauer in Europa. Für Gregers Theaterstück "Fleisch und Blut“ war Schwaiger der Impulsgeber.

Bevor Schwaiger nach dem Tod seines Vaters den elterlichen Hof in Reichenau an der Rax übernahm, hatte er viele Berufe ausgeübt. "Den Semmering habe ich in meiner Westentasche“, sagt er. In einer Aktentasche aber steckt sein Lebenswerk: die Patenturkunde über seine Erfindung, eine fahrbare Viehschlachteinrichtung. Diese bekam er just am Todestag seiner Mutter zugestellt.

Sein Erzählfluss mäandert um einen gegessenen Satanspilz, über Krankheiten und Knochenbrüche zum Dokumentarfilm von Petrus van der Let "Angstfleisch-Fleischangst“


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