Ein langsames Leben

Steiermark | aus FALTER 06/11 vom 09.02.2011

Für die Roma von Hostice bedeutet ein Bettelverbot in Graz die Bedrohung ihrer Existenz. Eine Fahrt in die vergessenen Dörfer der Südslowakei

Reportage und Fotos: Thomas Wolkinger

Ein hartes Knacken im Lautsprecher, dann fegt Musik über die staubige Dorfstraße. "Fényév távolság“, ein ungarischer Musicalhit aus den späten Achtzigern. "Lichtjahre entfernt, ich höre nur zu, ich wundere mich“, singt da der Held der Geschichte. Sie handelt davon, dass sich drei Geister auf einem Dachboden treffen und Pläne schmieden, damit sie von der Welt nicht vergessen werden. "Lichtjahre entfernt“ - für das Leben in der südslowakischen Provinz nahe der ungarischen Grenze ist das kein schlechter Soundtrack. Bürgermeister František Rácz hat ihn sich ausgesucht hat, um seine Durchsage einzuleiten, mit der er sich zweimal die Woche in guter alter Osttradition an die Bürger von Hostice wendet, um Neuigkeiten zu verkünden oder auf elementare Regeln des Zusammenlebens hinzuweisen.

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