Über den Menschen und Autor Alfred Kolleritsch - und was er für Literatur und Wegbegleiter bedeutet

Steiermark | aus FALTER 06/11 vom 09.02.2011

Rezension: Florian Labitsch

Wie ein Who’s who der österreichischen Nachkriegsliteratur liest sich die Liste jener Schriftsteller, die gratulieren: Elfriede Jelinek, Friederike Mayröcker und Peter Handke gehören dazu. Letzterer schrieb jedoch nicht, sondern zeichnete. Der Großschriftsteller verewigte Alfred Kolleritschs Mutter Lukretia zum 100. Geburtstag im Jahr 2006 auf einem Blatt Papier. Zu finden im Buch "Das schönste Fremde ist bei dir“ (Droschl), von den manuskripte-Redakteuren Andrea Stift und Andreas Unterweger anlässlich von Kolleritschs 80. Geburtstag am 16. Februar herausgegeben. Der Band versammelt spannende Beiträge von Autoren, Germanisten und Verlegern aus dem In- und Ausland.

Für Gerhard Melzer, Leiter des Grazer Literaturhauses, vermochte der Jubilar "Infizierte der Literatur“ in sein "luftiges, prekäres Gehäuse“ hineinzuholen. Mit diesem manuskripte-"Gehäuse“ rückte Kolleritsch Graz im Laufe der Jahrzehnte immer wieder ins Zentrum der österreichischen

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