"Er hatte schräge Ansichten über Sex“

Lexikon | aus FALTER 07/11 vom 16.02.2011

Die Galeristin Jane Kallir über Egon Schieles Liebe zum Kino und ihren Gegner Rudolf Leopold

Das Museum Belvedere präsentiert eine Ausstellung mit Werken des Wiener Malers Egon Schiele (1890-1918). Die Schau wurde von Jane Kallir kuratiert. Die New Yorker Galeristin gilt neben dem verstorbenen Rudolf Leopold als die Schiele-Expertin. Kallir ist die Enkelin des Wiener Kunsthändlers Otto Kallir, der 1938 nach New York emigrierte und dort die Galerie St. Etienne gründete, die Schiele unter US-Sammlern bekannt machte. Vorab sprach Kallir über die künstlerischen Qualitäten Schieles, ihren Ärger mit Leopold und was sie im Belvedere vorhat.

Falter: Egon Schiele ist ein Klischee der österreichischen Kunstgeschichte. Was machen Sie daraus?

Kallir: Das Klischee heißt Sex. Was es bisher aber nie gegeben hat, ist eine Ausstellung über seine Porträt und Selbstporträts, die ein Schlüssel zu seinen Erkundungen der menschlichen Psyche sind. Ich habe versucht, Bilder aus aller Welt zusammenzutragen,


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