Kritik

Erst Film, dann Broadway, jetzt Volkstheater

Lexikon | Martin Lhotzky | aus FALTER 07/11 vom 16.02.2011

Verwirrend ist nicht so sehr, dass Claudius von Stolzmann ein wenig zu alt für die Rolle des 18-jährigen Harold ist: das Spätbubertäre kriegt er ziemlich gut hin, inklusive Liebesszene mit der wiederum knapp zu jungen Elfriede Irrall als 80erin Maude. Verwirrend für Fans des Films ist, dass kein einziger Song von Cat Stevens ertönt, dafür andere recht feine Lieder, etwa von den Eels ("Beautiful Freak“). Auch sonst hat Regisseur Thomas Birkmeir die Bühnenfassung von "Harold und Maude“ sanft modernisiert (Internetdating, Mobiltelefone), er überstrapaziert aber Maudes jüdische Wurzeln, was der Komödie nicht guttut. Sehr wirksam - und lustig! - sind jedoch die vorgetäuschten Suizide von Harold.

Volkstheater, Sa, So, Di 19.30


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