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"Kuhle Wampe“ von Bert Brecht und Slatan Dudow

Lexikon | aus FALTER 07/11 vom 16.02.2011

Berlin zur Zeit der Wirtschaftskrise: Familie Bönike muss die Wohnung räumen und zieht in die Zeltkolonie "Kuhle Wampe“. Eines der unvergesslichen Beispiele für eine Art "sozialen Realismus“ im deutschen Film, zugleich ein berüchtigter Zensurfall der Weimarer Republik. Selbst nach vielen Jahren, so Peter Nau, der große Kritiker, sehe man sie vor sich, "die arbeitslosen Radler auf den Berliner Straßen, die Sportler am Müggelsee, die Kleinbürger bei ihrem Gelage in der Zeltstadt, die politische Diskussion zwischen den Fahrgästen im S-Bahn-Waggon. Sogar die Berliner Luft spüren wir in diesen Schwarzweißbildern. Immer sind die Menschen in ihrem spezifischen Atemraum, ihrer natürlichen und sozialen Umgebung vergegenwärtigt.“ Brecht schrieb am Drehbuch mit. - Zur Eröffnung einer Slatan Dudow gewidmeten Retrospektive des Filmarchivs. MO

Metro-Kino, Di 19.30


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