Buch der Stunde

Ein Zugvogel kehrt nach Neuseeland zurück

Julia Zarbach | Lexikon | aus FALTER 07/11 vom 16.02.2011

Betrachtet man die Fotos von Janet Frame, hat man den Eindruck, dass die lustigen roten Krauselocken wie zum Trotz auf dem Kopf dieser tragischen Frau sitzen: Denn neben zahlreichen familiären Schicksalsschlägen bescherte die Fehldiagnose "Schizophrenie“ der 1924 geborenen neuseeländischen Autorin einen jahrelangen Aufenthalt in der Nervenheilanstalt, wo sie mit Elektroschocks behandelt wurde.

Nach ihrer Entlassung ging Frame nach Europa und erlebte dort eine weitere Zeit der Depression, von der sie in "Dem neuen Sommer entgegen“ berichtet - ein Roman, den die 2004 Verstorbene Zeit ihres Lebens nicht veröffentlichen wollte, da er ihr zu persönlich erschien. Doch der glückliche Fund aus dem Nachlass zeichnet sich gerade durch den schonungslosen Blick aus, den die Autorin auf sich selbst wirft und reiht sich damit in das autobiografisch geprägte Werk ein, das vom traurigen Schicksal eines hyperempfindsamen Menschen zeugt.

1963 in London schrieb sich Frame das Gefühlschaos, das ein

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