Ohren auf  

Ein Vulkan, der raucht, aber nicht brennt

Sammelkritik

Lexikon | Klaus Nüchtern | aus FALTER 07/11 vom 16.02.2011

Das im oberbayerischen Gräfelfing ansässige Label ECM (Edition of Contemporary Music) ist eher für seinen Internationalismus denn für übertriebenen Lokalpatriotismus bekannt und eher für seine Neigung gen Norden als für seine Liebe zum Mittelmeerraum. Aber natürlich stimmt das in dieser Ausschließlichkeit alles nicht, denn das Label hat neben internationalen Stars auch heimische Kräfte unter Vertrag und neben all den Nordlichtern auch Musiker aus Frankreich, Italien oder Griechenland. Auch Cyminology sind so eine Ausnahme, die die Regel bestätigt: Dem in Berlin ansässigen Quartett gehören die aus dem Iran stammende Sängerin Cymin Samawatie, ein aus Indien gebürtiger Drummer und ein Pianist mit französischen Wurzeln an. Und ihr Album "Saburi“ klingt nun tatsächlich ein bisschen so, wie man es sich erwarten würde: leichtfüßig, poetisch, von exquisiter "orientalischer“ Zartheit; aber in all dem auch ein bisschen selbstgenügsam und mitunter an den Rand klangexplorativer


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