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Politik | aus FALTER 07/11 vom 16.02.2011

Eine Strafrechtsprofessorin kritisiert die Richterin im Tierschützerprozess. Die Richtervereinigung zeigt die Wissenschaftlerin wegen Verleumdung an. Ein Anwalt, eine Richterin und ein Richter protestieren gegen die neue Wehleidigkeit

"Wir brauchen Schutz, wenn man uns bedroht. Aber keine Strafen für Kritik“

Eine der unangenehmsten Peinlichkeiten in (...) Gerichtssälen ist die Überheblichkeit der Vorsitzenden im Ton den Angeklagten gegenüber. (...) diese banalen Belehrungen, die Flut von provozierenden, beleidigenden und höhnischen Trivialitäten ist unerträglich.“ Für diese Zeilen hätte Kurt Tucholsky im Jahr 2011 vielleicht eine Verleumdungsanzeige der Richterinnenvereinigung erhalten.

So ist es der Linzer Strafrechtsprofessorin Petra Velten ergangen, nachdem sie einen Prozesstag im "Tierschützerverfahren“ besucht und danach öffentlich heftige Kritik an der Vorsitzführung der Richterin geübt hat ("weit weg von einem rechtsstaatlichen Verfahren“)

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