Vor Gericht: Im Zweifel gegen Kenis Obi

Politik | aus FALTER 07/11 vom 16.02.2011

Warum eine Wiener Staatsanwältin zwei Afrikaner anklagt, obwohl sie eindeutige Entlastungsbeweise in Händen hält

Gerichtsreportage: Florian Klenk

Immer wieder gerät die Staatsanwaltschaft in den Geruch, in politischen Verfahren so lange zu ermitteln, bis sich alles in Luft auflöst. Und immer wieder kontert die Justizministerin so: Wenn ein Staatsanwalt Zweifel an einem Schuldspruch habe, dann müsse er den Fall einstellen. Es gebe keinen "Promi-Bonus“. Alles andere wäre Amtsmissbrauch.

Wie sieht nun der Alltag bei den "kleinen Leuten“ aus? Dazu könnte man zum Beispiel Kenis Obi und Mark Kingalo befragen. Die Nigerianer wurden vergangene Woche wegen schweren bewaffneten Raubes angeklagt, obwohl die Staatsanwältin (Julia Kalmar) eindeutige, entlastende Sachbeweise in Händen hielt.

Der kurze Strafprozess am Wiener Landesgericht verdient Aufmerksamkeit. Denn es stellt sich die Frage, ob die Justiz bei Promis auch so forsch vorgegangen wäre? Ohne Übertreibung kann man behaupten, dass


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige