Wen interessiert Demokratie, wenn es nackte Brüste gibt?

Politik | aus FALTER 07/11 vom 16.02.2011

Der US-Außenpolitikexperte Evgeny Morozov schreibt gegen jene an, die in Twitter, Facebook & Co den Grund für Revolutionen sehen

Rezension: Barbara Tóth

Welchen Beitrag liefern Twitter und Facebook zu Revolutionen? Die Frage bewegte die Medien das erste Mal, als Ende des Jahres 2004 die "orange Revolution“ in der Ukraine ausbrach. Sie tauchte erneut auf, als 2009 im Iran die Menschen auf die Straße gingen, ausgerüstet mit Mobiltelefonen, um Fotos und Textnachrichten in Echtzeit an die ganze Welt zu schicken. Und sie wurde einmal mehr gestellt, als sich in den vergangenen Wochen in Tunesien und Ägypten die Massen gegen ihre autoritären Regimes wendeten. Der Blogger ist der neue Revolutionär, das Internet seine schärfste Waffe - diesen Eindruck konnte man zuletzt mitunter bekommen. Ohne Twitter und Facebook gibt es auch keinen zeitgenössischen Volksaufstand mehr.

Ist dem wirklich so? Für Zweifler dieser Theorie kommt das Buch "The Net Delusion. How Not To Liberate the World“ des


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