Nachgesehen  

Politik | Ruth Eisenreich | aus FALTER 07/11 vom 16.02.2011

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Erfüllter Bubentraum: ein Telekom-Beamter bei der Polizei

Ein fünfeckiger Raum, die Wände sind bis auf Stadtpläne und Pinnwände kahl, die Schreibtische leer, abgesehen von Computerbildschirmen und ein paar ausgefüllten Formularen. Hinter dem Tresen der Polizeiinspektion Praterstern steht der ehemalige Telekom-Beamte Dieter Skorne und fasst seine Meinung zu seinem neuen Job in einem Wort zusammen: "top“.

Der stämmige 50-Jährige ist einer jener 275 Post- und Telekom-Beamten, die seit 2009 zur Polizei gewechselt sind. Die Entscheidung fiel Skorne leicht: Schon als Bub hatte ihn die Polizei fasziniert. Seit einem Jahr füllt er jetzt mit Diebstahls- und Einbruchsopfern Anzeigenformulare aus, trägt Daten ins System ein und spielt den Schülerlotsen. Dass er weniger Befugnisse hat als seine Kollegen, nimmt der Arbeit in seinen Augen nicht ihren Reiz. "Ich war 35 Jahre bei der Telekom, als purer Techniker“, sagt Skorne, "und auf einmal hat man ein ganz anderes Aufgabengebiet - das ist ein bissl wie ein Adrenalinkick.“


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