Assange ist echt uninteressant“

Medien | aus FALTER 07/11 vom 16.02.2011

Die Kulturwissenschaftlerin Eva Horn über das Medienphänomen Wikileaks und die Notwendigkeit von Geheimnissen in der Demokratie

Gespräch: David Hugendick

Auf Wikileaks-Gründer Julian Assange kommt in diesen Tage eine Menge zu. Seine ehemaligen Mitstreiter schreiben entlarvende Bücher über ihn und klauen ihm geheime Daten. In der New York Times enthüllt der Chefredakteur Bill Keller nicht nur die Hintergründe der Wikileaks-Berichterstattung, sondern er verhöhnt Assange auch subtil wegen dessen äußerer Erscheinung. Derweil schmachten Informanten von Wikileaks im Gefängnis. US-Banken, die Julian Assange unter Druck setzen wollte, reiben sich die Hände, weil seine Geheimnisse offenbar weniger scharf sind als angekündigt. Was bleibt von Wikileaks? Die in Wien lehrende Literaturwissenschaftlerin Eva Horn hat sich mit Geheimdiensten und dem Wert der Verschwiegenheit in Rechtsstaaten befasst.

Falter: Frau Horn, in Ihrem Buch "Der geheime Krieg“ beschreiben Sie ein Paradox der Demokratie:


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