Zirkus für Leute, die eigentlich keinen Zirkus mögen

Feuilleton | aus FALTER 07/11 vom 16.02.2011

Der Cirque du Soleil hat seine Zelte wieder in Wien aufgeschlagen. Die Show "Corteo“ verzauberte sogar die Premierenpromis

Reportage: Sebastian Fasthuber

Die Show beginnt zehn Minuten, bevor das Licht ausgeht. Unter dem weißen Grand Chapiteau in St. Marx ist zuerst einmal Promi-schauen angesagt. B-, C-, D- und Einige-Buchstaben-mehr-Zelebritäten treffen ein. Viele wurden eingeladen, alle sind gekommen. Heute ist Gratisabend. Der Eintritt in den Cirque du Soleil, Cola, Sekt, Popcorn, traurig-trockene Tramezzini, alles frei. Nur Bier tanzt aus der Reihe, hier besteht beim an sich so perfektionistischen kanadischen Zirkuskonzern eindeutig noch Handlungsbedarf in Sachen Sponsoring.

Egal, es ist herrlich. Wohin der Blick auch wandert, es prasseln Schlüsselreize auf einen ein, auf die man durch regelmäßiges Heinzl-Schauen zu goldenen ATV-Zeiten konditioniert wurde. Versäumt hat man durch das seitherige Aufgeben des Vorabendfernsehens nichts, das Personal scheint unverändert. Alfons Haider


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