Die Schwerarbeit der Schwerelosigkeit

Feuilleton | aus FALTER 07/11 vom 16.02.2011

Mit Peter Alexander verstarb der erfolgreichste Exporteur eines Österreichertums heiterer Harmlosigkeit

Zuletzt war Peter Alexander eine Art Marlene Dietrich von Wien: Eine Lichtgestalt der Unterhaltungsbranche hatte sich der Öffentlichkeit radikal entzogen. Dass er am selben Tag gestorben ist, an dem Thomas Gottschalk seinen Rücktritt als Moderator von "Wetten, dass …?“ bekanntgab, war die letzte Pointe seines Lebens. Gottschalk, der Samstagabendkönig der Post-Alexander-Ära, dankt ab, weil in seiner Show ein schwerer Unfall passiert ist. So etwas wäre Peter Alexander schon deshalb nie passiert, weil potenziell halsbrecherische Stunts nicht seinem Verständnis von Unterhaltung entsprachen.

Wer war Peter Alexander? Im Falter versuchen Franz Schuh, der den Entertainer jahrzehntelang aus der Ferne beobachtete, und Edek Bartz, der ihm als Tourneebegleiter nahekam, das Phänomen zu ergründen. Die Texte auf den beiden folgenden Seiten sind das Ergebnis von Gesprächen, die Klaus Nüchtern mit Schuh und Bartz geführt hat.

Zur Person

Peter Alexander (1926-2011) war Schauspieler, Sänger und Entertainer aus Wien. In den 60er-Jahren hatte er neun Nummer-1-Hits, die von 1969 bis 1996 in ORF und ZDF ausgestrahlte "Peter Alexander Show“ erreichte Einschaltquoten wie eine Fußball-WM. Nach dem Tod seiner Frau Hilde 2003 verließ Peter Alexander sein Haus in Grinzing kaum noch


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