"Ein unglaublich begabter Mensch mit einem unfassbar guten Schmäh“

Feuilleton | aus FALTER 07/11 vom 16.02.2011

Philosophie: Franz Schuh

Peter Alexander habe ich durch meinen Wahlonkel kennengelernt - nicht nur Androsch hatte einen Wahlonkel! Meiner, Franz Stoß, leitete das Theater in der Josefstadt. Dort spielte er an der Seite der wunderbaren Schauspielerin Chariklia Baxevanos, die namentlich alles überstrahlte, weswegen ich mir auch seinen Namen seit Urzeiten gemerkt habe: Peter Alexander.

Peter Alexander ist damals mimend und auch bereits singend aufgetreten. Man sagt, dass er die Operettengattung im Film mit ermöglicht hat - jenes seltsame Genre, in dem Leute, von denen es schon unverständlich war, dass sie überhaupt sprechen, dann auch noch singen, um die Unverständlichkeit ihres Seins zu verschärfen. Bereits in jungen Jahren hatte Alexander Schmalz in der Stimme. Er verfügte über die Virtuosität im Unechten, die echte Operettenleute haben müssen, weil sonst der Juwelier in der ersten Reihe sein Eintrittsgeld zurückverlangt, wenn die auf der Bühne auf einmal "authentisch“ werden.

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