"Nach der Show ist er auf sein Zimmer gegangen“

Feuilleton | aus FALTER 07/11 vom 16.02.2011

Phänomenologie: Edek Bartz

Peter Alexander war wirklich ein Volkssänger, anders kann ich’s nicht benennen. Diesen vollkommen klaren, unbeirrbaren Weg, den er gegangen ist, mit dieser Professionalität - das hat es im deutschsprachigen Raum sonst nicht gegeben. Vergleichbar ist er da nur mit den großen amerikanischen Entertainern, mit Leuten wie Paul Anka oder Sammy Davis jr.

Ende der 50er-, Anfang der 60er-Jahre war Peter Alexander in Wien schon ein großer Star. Aber es gab diese Möglichkeiten für Live-Auftritte noch gar nicht. Jemand wie Peter Kraus ist im Volksgarten aufgetreten und hat danach tausend Leuten ein Autogramm gegeben. Ich kannte Alexander natürlich aus dem Radio und dem Fernsehen, habe ihn aber irgendwann einfach aus den Augen verloren. Ich wusste schon, dass er Shows und Schallplatten macht, hatte aber keine Ahnung von der Dimension. In den 80er-Jahren dann war er bei Lippmann+Rau unter Vertrag, einem der größten Veranstalter Europas. Er wechselte von Polydor zur


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