A-a-and t-t-the O-O-Oscar g-g-goes t-t-to …

Feuilleton | aus FALTER 07/11 vom 16.02.2011

Ein Stück altmodisches Schauspielerkino, für zwölf Oscars nominiert: "The King’s Speech“ über den Stotterkönig George VI.

Filmkritik: Michael Omasta

Der stotternde König ist Teil der britischen Folklore des 20. Jahrhunderts. So wie jeder Insulaner, der alt genug ist, sich noch an den 3. September 1939, die Sperrballons und den "Blitz“ erinnert, so präsent ist vielen bis heute auch die Rede, mit der George VI. am Abend besagten Tages seine Untertanen auf den Krieg einschwor. Eine ganze Nation hing ängstlich gespannt an den Rundfunkempfängern, doch His Majesty machte seine Sache gut; er sprach immer schön langsam und legte Pausen ein, sobald es gefährlich wurde.

"The King’s Speech“ heißt denn auch, sehr programmatisch, der Film mit Colin Firth, Helena Bonham Carter und Geoffrey Rush, der eben diese Geschichte erzählt - und bei der Oscar-Verleihung kommende Woche mit zwölf Nominierungen als klarer Favorit ins Rennen geht.

Die von einem gewissen Tom Hooper eher routiniert


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