Der Kosmonaut

Feuilleton | aus FALTER 07/11 vom 16.02.2011

Ein Besuch bei dem Musiker und Sammler René Clemencic, der in seiner Arbeit, in seinem Kopf und in seiner Wunderkammer die unterschiedlichsten Welten vereint

Porträt: Carsten Fastner

Willkommen in der wundersamen Welt des René Clemencic. Der Meister selbst gewährt den Eintritt in sein Reich, ein freundlich gut gelaunter Herr von bald 83 Jahren. Als Musiker ist er bekannt über die Grenzen des Landes hinaus, als Dirigent und Tastenvirtuose, als einer jener Pioniere der historischen Aufführungspraxis, die nach dem Zweiten Weltkrieg damit begannen, die vergessene Musik vergangener Jahrhunderte wiederzubeleben - die Meisterwerke all jener Epochen, die in der Publikumsgunst für so lange Zeit vom Glanz der Wiener Klassik überstrahlt, hinter den Nebelschleiern der Romantik verborgen waren.

Clemencic will gerne davon erzählen. Doch erst einmal genießt er die Überraschung des Besuchers, der die von außen so unscheinbare Altbauwohnung betritt und sich nicht etwa in einer Musikforscherstube


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