7 Sachen die Sie über das BETTELVERBOT eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 07/11 vom 16.02.2011

Wo gibt’s denn so was? In Vorarlberg und ab Mitte April in der Steiermark herrscht ein generelles Bettelverbot.

Darf man in Wien betteln? Hier ist seit letztem Sommer das gewerbsmäßige Betteln verboten. Aggressives Betteln oder Betteln mit Kindern ist schon länger gesetzlich untersagt.

Betteln auch Augustin-Kolporteure? Da denkt man an jene hinkenden Verkäufer, die vor Supermärkten stehen und mit jammriger Stimme "Alles Gute“ wünschen. Es gäbe einige Kolporteure, die mehr sich als ihr Produkt verkaufen, heißt es dazu aus der Redaktion der Obdachlosenzeitung. Bisher sei aber noch kein Augustin-Verkäufer wegen "gewerbsmäßigen Bettelns“ angezeigt worden.

Betteln hat Tradition: Die Franziskaner sind ein Bettelorden. "Man kann Armut nicht verbieten“, sagt Pater Gottfried Wegleitner und verweist auf die jahrhundertealte Tradition seines Ordens, mithilfe von Spenden zu überleben. Freitags gibt es vor der Franziskanerkirche im Ersten (gleich bei Prada!) eine kostenlose Suppe.

Was ist mit den Tieren? In der Tierwelt ist Betteln nicht verboten. Maul aufreißen und fiepsen ist das Erste, was Vögelchen nach dem Schlüpfen tun.

Hunde auch? Wer könnte dem schmachtenden Blick eines Hündchens widerstehen? Das macht ihn interessant für Bettler in der Fuzo. Aber die müssen jetzt ja zumindest ein Trommelchen schlagen, sonst gibt’s eins aufs Maul.

Und anderswo? In Indien gehört Betteln zum guten Ton. Die Sadhus ("die Guten“) verabschieden sich vom weltlichen Leben. Bevor sie nur mehr Luft essen, bekommen sie milde Gaben.


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