Verbieten! Benutzen!

Stadtleben | aus FALTER 07/11 vom 16.02.2011

Gratissackerl dazu? Warum nicht, denken sich Konsumenten und sorgen dafür, dass der Müllberg wächst. Kommt das Plastiksackerlverbot?

Recherche & Selbstversuch: Christopher Wurmdobler

Die Frau im Weltladen hat keine Ahnung. Jute statt Plastik?, fragt sie. Noch nie gehört. Ausgerechnet dort, wo in den 80er-Jahren die kratzige Plastiksackerl-Alternative mit dem fetzigen Slogan "Jute statt Plastik“ vertrieben wurde, gibt es sie nicht mehr. Doch die Buttons mit dem herzig-harmlosen Spruch "Bitte die Erde nicht kaputtmachen“ sind ja auch nicht mehr zu haben.

Bitte die Erde nicht kaputtmachen: In Österreich verschenken oder verkaufen Geschäfte jährlich bis zu 350 Millionen Plastiksackerln. Weltweit sind es 600 Milliarden Beutel aus Polyethylen (PE), die pro Jahr hergestellt werden. Die meisten davon sind maximal eine halbe Stunde lang in Gebrauch, bevor sie im Müll landen. Auf Deponien dauert es 100 bis 400 Jahre, bis so ein Sackerl zerfällt, ganz verschwinden wird es nie. Dafür werden


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