Kritiken

Afrikanische Farce: Glück, Geld und Gewalt

Lexikon | Bettina Hagen | aus FALTER 08/11 vom 23.02.2011

Georg Schubert (r.) in "King Liar“

Mit der Komödie "King Liar“ hält der junge Regisseur Dominic Oley der globalisierten Weltwirtschaft und ihrer medialen Aufbereitung einen Zerrspiegel vor. In der Farce über amerikanische Truppenpräsenz und einen in Luxus lebenden, korrupten afrikanischen Staatschef, der westliche Promis, Politiker und Wirtschafstreibende zu den Gästen seiner Geburtstagsparty zählt, überraschen Oley mit Sprachspielereien und seine Schauspieler - allen voran Georg Schubert in einer Doppelrolle als GI und schwerreicher Industrieller - mit performativem Erfindungsreichtum. Letzterer regiert auch, wenn es um die Darstellung von Gewalt geht, die bei der Umsetzung der Gleichung "Glück ist Geld“ zumeist herauskommt.

Tag, Mo, Di, Mi 20.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige