Musiktheater Kritiken

Jetzt aber schnell: Figaro an der Staatsoper

Lexikon | aus FALTER 08/11 vom 23.02.2011

Opernfreunde sollten nicht zu lange warten, sich die Neuproduktion von Mozarts "Le nozze di Figaro“ in der Staatsoper anzusehen. Denn die (aus Paris übernommene und überarbeitete) Inszenierung von Jean-Louis Martinoty überzeugt vor allem durch ihre philologische Genauigkeit, ihre Liebe zur Präzision - Qualitäten, die sich später im Repertoirebetrieb gern abschleifen. Doch noch agieren Erwin Schott (Conte), Dorothea Röschmann (Contessa), Sylvia Schwartz (Susanna), Luca Pisaroni (Figaro) und Anna Bonitatibus (Cherubino) vor der raffinierten Kulisse aus historischen Gemälden bis in kleinste Gesten nachvollziehbar, kommentieren die durchdachten szenischen Details das komplizierte Geschehen. Sollte all das verlorengehen, bleibt hoffentlich immer noch die musikalische Spritzigkeit, wie sie Franz Welser-Möst am Premierenabend gelang. CF

Staatsoper, Sa 19.00


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