Musiktheater Kritiken

Trotzdem: The Rape of Lucretia an der Wien

Lexikon | aus FALTER 08/11 vom 23.02.2011

Opernfreunde sollten auch nicht versäumen, sich Benjamin Brittens "The Rape of Lucretia“ (1946) anzusehen - auch wenn das Stück gewiss nicht zu dessen großen Würfen zählt. Doch umso mehr überzeugen dafür alle Beteiligten. Regisseur Keith Warner fand einen klugen Weg, sich von der merkwürdigen Rahmenhandlung, die den römischen Gründungsmythos in die christliche Heilslehre zwängt, im Wortsinn zu distanzieren: indem er den kommentierenden Chor kurzerhand über das Bühnengeschehen hebt. Aus dem Ensemble sind sängerisch reihum tolle Leistungen zu hören; darstellerisch ragen Angelika Kirchschlager (Lucretia) und Nathan Gunn (Tarquinius) heraus, packend und präzise begleitet vom Klangforum Wien unter Sian Edwards. CF

Theater an der Wien, Fr, So, Di 19.30


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