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Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 08/11 vom 23.02.2011

Unsere neue NAAZE (= Nahrungsaufnahme- und -abgabezone), die früher als Feng-Shui-Ecke bekannte Dark Star, ist eine typische Vertreterin der asketischen Moderne und als solche das Gegenteil eines Bienenstocks. Sie verfügt über zehn gegen den Uhrzeiger aufschwingende, ausschließlich weiße Überkopfkästchen. Dahinter befinden sich: Gläser (Tür 1); Häferln und manche Untertassen (Tür 2); Teller, andere Untertassen sowie das emaillierte Milchaufschäumschnabeltöpfchen von Barbara Tóth (Tür 3 - leicht zu merken, weil: dreisilbiger Vorname der Milchaufschäumschnabeltöpfchenbesitzerin); Tee und Öl (Tür 4); vorerst gar nix (Türen 5 bis 7); 21 Kartons Haltbarmilch 3,5% Fett und 16 Kartons Haltbarmilch 0,5% Fett (Tür 8); Papierhandtücher (Türen 9 und 10).

Die Dark Star ist ganz in Schwarz-Weiß gehalten, kokettiert aber mit dem Splattereffekt, der sich ergeben würde, wenn die Benützerin des Mädchenklos zügig der Ausgangsluke zustrebte und sich just in dem Moment auf Höhe des Bubenklos befände, in dem dieses zügig vom Benutzer verlassen wird. Damit das nicht passiert, haben wir auf Initiative des in einem Autoanthroposophizierungsexperiment hängengebliebenen Matthias Dusini die Falter-Eurythmietanzgruppe (kurz: FEUTAZGRU) gegründet und bewegen uns in der Dark Star grundsätzlich nur im Stimmungsmodus der Feierlichkeit (Haltung: blauviolett; Temperament: dunkelrot; Empfindungsimpuls: hellrot). Es verabschiedet sich, mit blass-fahlgelben Bewegungen, schmutzig-grünem Gefühl und schwärzlich-schmutziggrauem Charakter (= verflucht gescheit):


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