Die berechtigte Angst vor der Schulreform

Falter & Meinung | aus FALTER 08/11 vom 23.02.2011

Claudia Schmied muss ihre "neue Mittelschule“ perfekt ausstatten. Sonst flüchtet das Bildungsbürgertum

Kommentar: Barbara Tóth

Die Schuldebatte wird entlang eines undifferenzierten Freund-Feind-Schemas geführt, das Zwischentöne verunmöglicht und von jedem, der mitdiskutieren möchte, erst einmal ein Bekenntnis einfordert: für oder gegen die Gesamtschule oder, wie sie jetzt politisch korrekt heißt, für oder gegen die "Neue Mittelschule“.

Das ist das zweifelhafte Verdienst der sozialdemokratischen Unterrichtsministerin Claudia Schmied und ihrer Gegner in der Volkspartei. Schmied ist es in den letzten Monaten gelungen, mittels einer inseratenstarken und beraterintensiven Bewusstseinskampagne alle, die an ihrem Schulprogramm zweifeln, zu hinterwäldlerischen Reaktionären zu stempeln. Jeder neuer Schulstandort, der sich zur neuen Mittelschule bekennt, wurde als heroischer Überläufer aus dem Reich der Gestrigen gefeiert. Die ÖVP antwortet mit stumpfsinniger "Rettet das Gymnasium“-Rhetorik.

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