Aus Zorn wird Zen

Feuilleton | aus FALTER 08/11 vom 23.02.2011

Das Kunstmuseum Generali Foundation setzt sich durch Askese gegen die bösen Geister des Kommerzes zur Wehr

Ausstellungsbesuch: Matthias Dusini

Wo ist Maria Eichhorn? Der gedruckte Führer der Ausstellung "Unexhibit“ in der Generali Foundation verweist auf Eichhorns Werk "Wandbeschriftung Nr. 4“ (1992), aber dort, wo es "hängen“ sollte, ist nichts zu sehen. Erst wenn der Besucher ganz nahe an die Wand herantritt, liest er in weißer Schrift auf weißem Grund Begriffe, die seine Fantasie anregen: "Springbrunnen“, "Bassin“ oder "dampfendes Wasser“. In einer Ausstellung, in der es um das Nicht-Ausstellen geht, braucht sich die deutsche Künstlerin nicht zu verstecken.

Vor zwei Jahren übernahm Sabine Folie die Leitung des vom Generali-Konzern finanzierten Kunstvereins in einer schwierigen Situation. Die private Kunstinstitution an der Wiedner Hauptstraße musste sich den Raum mit einem zweiten Sponsoringprojekt teilen, der Bawag Fondation. Diese Zwangs- und Zweckgemeinschaft wurde


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