Kritiken

Junge Burg: Tristan & Isolde als Tricky Dreier

Lexikon | aus FALTER 09/11 vom 02.03.2011

Für "Tristan und Isolde“, den Fragment gebliebenen Versroman Gottfrieds von Straßburg, bietet die Junge Burg in Gestalt von Peter Raffalt und seinen jugendlichen Mimen eine neue Auflösung an: Nach dem Liebestod der Titelhelden finden einander König Marke, Isoldens ständig betrogener Gatte, und sein Majordomus Marjodo, ein buckliger Intrigant. Auch ganz nett, warum nicht? Wie immer mit musikalischen Einlagen durchsetzt - neu: erstmals in erträglicher Lautstärke -, wird in "tricky love/tristan & isolde“ 75 Minuten Spaß mit mittelalterlichem Tragödienstoff, wenn auch nicht ohne pubertäre Pöbeleien, geboten. Und es gibt Kasperltheater: Tristan gegen Godzilla als Handpuppenintermezzo. ML

Burgtheater, Vestibül, Sa, So 18.00, Mo-Mi 19.00


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