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Arno Geigers Vater: "Der alte König in seinem Exil“

Lexikon | aus FALTER 09/11 vom 02.03.2011

Ein alter Mann sitzt in einem Haus. Er hat es selbst gebaut, es war jahrzehntelang sein ganzer Stolz und Heim für seine Familie. Jetzt fühlt der Mann sich nicht mehr heimisch, nicht nur in seinem Haus, auch nicht in sich selbst. Er sagt: "Ich will nach Hause!“ Arno Geiger legt mit "Der alte König in seinem Exil“ eine Geschichte über seinen Vater August Geiger und seine Beziehung zu ihm vor. Geprägt ist der autobiografische Text von der Altersdemenz des Vaters. Wie Geiger die Symptome einer Krankheit, die Unzählige trifft, mit der persönlichen Geschichte seines Vaters verquickt, und wie angemessen er die scharfsinnige Komik, die aus so manchen Bemerkungen des Kranken immer wieder aufblitzt, und die Tragik seiner Situation gewichtet - das darf man als große Literatur verbuchen. Er liest zusammen mit Markus Hering aus dem Buch. sf

Akademietheater, Fr 20.00


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