Ohren auf  

Die Flöte: aus der Steinzeit in die Gegenwart

Sammelkritik

Carsten Fastner | Lexikon | aus FALTER 09/11 vom 02.03.2011

Sie hat’s nicht leicht, die Flöte, trotz ihrer langen und ruhmreichen Geschichte. Immerhin ist ein Exemplar, vor 35.000 Jahren geschnitzt aus einem Schwanenknochen und kürzlich auf der Schwäbischen Alb ausgegraben, das älteste erhaltene Instrument der Menschheit. Auch in der griechischen Götterwelt wurde sie geschätzt (obwohl sie dort, gespielt von Marsyas, eine grausame Niederlage gegen Apolls Gesang einstecken musste).

In der Renaissancemusik erlebte sie eine Blütezeit; seit dem 18. Jahrhundert ist sie festes Mitglied eines jeden klassischen Sinfonieorchesters; im Preußenkönig Friedrich II. fand sie ihren prominentesten Spieler; Mozart widmete ihr eine ganze Oper. Und trotzdem: So wirklich in die erste Reihe der Musikgeschichte hat es die Flöte nie geschafft, ihr Solorepertoire blieb quer durch die Epochen schmal.

Umso beachtlicher ist es, dass die Jeunesse mit Daniela Koch aktuell eine Flötistin zum Bank Austria Artist of the Year gekürt hat. Die junge Tirolerin (geb. 1989)

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