Kommentar 

Väter sind die schlechteren Menschen? Zur Obsorgedebatte

Familien

Falter & Meinung | Florian Klenk | aus FALTER 09/11 vom 02.03.2011

Bei der Mutter wird das Kind "gesund und natürlich ernährt“. Der Vater stopft es mit Schlagobers voll. Der Vater steht überhaupt mehr auf seine "neue Tussi“, seine Kinder sind ihm nicht so wichtig. Er macht beim Besuch seiner Kinder einen Kavaliersstart mit dem Auto und sein Nachwuchs ist das "Faustpfand“ gegenüber seiner Frau.

So spricht Helene Klaar, die renommierte Scheidungsanwältin, auf die die SPÖ gerne hört. In einem Interview mit dem Kurier hat sie den linken Kräften in der Debatte um das neue Kindschaftsrecht keinen guten Dienst erwiesen. Väter per se als kindergefährdende Erpresser zu karikieren mag in einem Scheidungsprozess erfolgversprechend sein, in einer seriösen familienpolitischen Debatte ist diese Wortmeldung zu eindimensional.

Der Diskurs über das neue Obsorgerecht von Justizministerin Bandion-Ortner ist von solchen Extrempositionen durchsetzt. An erster Stelle sind hier all die "Väterrechtler“ zu nennen, die nahezu sektoid gegen progressive Frauen


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