Die Mutprobe

Politik | aus FALTER 09/11 vom 02.03.2011

Sind Frauen zu feig für die Karriere? Oder lässt man sie nicht? Beides. Damit sich das ändert, brauchen wir eine neue Arbeitskultur. Ein Plädoyer zum Frauentag

Text: Sibylle Hamann

Es ist ein Ritual wie Weihnachten oder wie der Erste Mai. Pünktlich zum 8. März werden jedes Jahr die Statistiken herausgeholt: 25,5 Prozent Gehaltsschere zwischen Männern und Frauen, 4,4 Prozent Frauen in Unternehmensvorständen, analog dazu 4,6 Prozent Männer unter jenen Menschen, die Kindergeld beziehen. Vertraut klingt das, heimelig, wie das jährliche "O Tannenbaum“.

Doch heuer ist es ein bisschen anders. Die Quote, die jahrelang nur in feministischen Diskurszirkeln oder im rätselhaften Skandinavien lebte, wie ein gefährliches, fremdes Tier, ist plötzlich in den österreichischen Mainstream durchgebrochen. Die ÖVP-Frauen, die Industriellenvereinigung, der Wirtschaftsminister, die SPÖ, die Grünen sowieso - alle halten sie plötzlich nicht nur für möglich, sondern sogar für sinnvoll (siehe

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