Technik  

Piep! Ein Gerät für Menschen, die echt alles verlieren

Dinge, die uns brauchen

Medien | aus FALTER 09/11 vom 02.03.2011

Prüfbericht: Thomas Vasek

Es gibt Menschen, die mich für einen Chaoten halten. Meine Mutter zum Beispiel. Und natürlich ist da was dran. So neige ich dazu, Dinge irgendwo abzulegen - bloß nicht dort, wo sie hingehören. Das gilt für Dateien auf meinem Rechner genauso wie für meine Wohnungsschlüssel. Ich suche ständig irgendwas. Und so freue ich mich über elektronische Gadgets, die einem den Chaoten-Alltag erleichtern. Da gibt es etwa ein simples Produkt namens Smartfinder (ca. 20 Euro), das aus einem Sender und einem Empfänger besteht. Den Sender trägt man bei sich, den Empfänger kann man an einem Gegenstand der Wahl befestigen, zum Beispiel am Schlüsselbund. Hat man den Gegenstand verlegt, braucht man bloß den Knopf auf dem Sender zu drücken - und der Empfänger reagiert mit einem durchdringenden Piepston. Der Schönheitsfehler ist natürlich, dass man den Sender nicht verlegen darf. Der Empfänger kann nämlich seinerseits keinen Kontakt zum Sender aufnehmen. Deutlich raffinierter als der Smartfinder ist ein Gerät namens Zomm (ca.100 Euro): Es sorgt dafür, dass man einen Gegenstand gar nicht erst verlegen kann. Allerdings klappt das bislang nur bei Handys. Entfernt man sich mit dem Zomm zu weit vom Telefon, reagiert das Teil mit einem Warnton. Aber natürlich darf man auch das Zomm nicht verlegen. Meine Mutter hatte für das Problem eine viel einfachere und billigere Lösung: Sie hängte mir den Schlüssel als Kind einfach um den Hals. Das soll übrigens auch bei Handys funktionieren.

Thomas Vasek ist Journalist und Buchautor in München


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