Gedränge im Geruch abgestandenen Wurstwassers

Feuilleton | aus FALTER 09/11 vom 02.03.2011

Bei der österreichischen Song Contest-Ausscheidung herrschte ausgelassene Stimmung, die Medienprominenz bangte Head

Reportage: Tex Rubinowitz

Das war’s also. Österreich hat einen Song gewählt und das an diesem Song hängende Persönchen, das man nach Düsseldorf zum Eurovision Song Contest 2011 schicken wird. Es ist ein Girl namens Nadine Beiler, sie hat sehr dickes Haar, sodass es fast aussieht, als hätte sie sich eine Mireille-Mathieu-Perücke aus Stroh über den Kopf gestülpt. Im mit einem fleckigen Teppichboden ausgelegten Presseraum der ORF-Studios herrscht ein unglaubliches Gedränge, eine Ausgelassenheit wie auf einer Skihütte. Alle rauchen, die Luft ist zum Schneiden, es riecht nach abgestandenem Wurstwasser. Die gesamte Führungsriege des ORF ist versammelt, von Alexander Wrabetz und Wolfgang Lorenz abwärts. Man lacht und gibt sich High Five, von Zwistigkeiten keine Rede.

Der geschasste Pius Strobl taucht mit seiner Freundin Eva Pölzl auf, und dann erscheint, man glaubt’s


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