"Meine Seele ist immer noch Under ground“

Feuilleton | aus FALTER 09/11 vom 02.03.2011

Wolf Wondratschek war einst dafür berühmt, 300.000 Exemplare von einem Gedichtband verkauft zu haben. Geld ist ihm auch heute noch nicht so wichtig. Bezahlen muss man es ihm aber schon - und zwar in cash

Gespräch: Sebastian Fasthuber

Ob er will oder nicht: Wolf Wondratschek ist zurück. In seinem kommende Woche erscheinenden neuen Roman "Das Geschenk“, in dem ihm sein alter Held Chuck aus dem Kult-Gedichtband "Chuck’s Zimmer“ (1974) wiederbegegnet, handelt er die großen Fragen und Themen ab, ohne aufdringlich zu werden.

Im Gespräch ist Wondratschek bestimmt, aber höflich. Er hat in die Lobby des Hotel Imperial gebeten: "Da ist es ruhig und wir können rauchen.“

Falter: In den 70ern und 80ern war Wolf Wondratschek ein klingender Name. Danach sind Sie für einige Zeit ziemlich von der Bildfläche verschwunden.

Wolf Wondratschek: Stimmt überhaupt nicht. Ich habe in den 90ern drei Bücher publiziert. Eines davon, "Einer von der Straße“, war ein Roman von 600 Seiten. Ich weiß schon,


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