Der Ingenieur der Seele

Feuilleton | aus FALTER 09/11 vom 02.03.2011

Der Künstler Florian Pumhösl zerkleinert im Mumok die Klischees moderner Kunst

Vorbesichtigung: Matthias Dusini

Jubelnde Massen in Kairo, ein wankender Diktator in Libyen. Auch den Künstler Florian Pumhösl lassen die Fernsehbilder der vergangenen Wochen nicht kalt. "Mich erstaunt, wie lange die Menschen mit diesem Zustand der Infamie zurande gekommen sind.“ Rasch lenkt er das Gespräch von der politischen Aktualität weg: "Fragen Sie doch bitte wen, der sich in diesen Regionen auskennt.“

Der 39-jährige Wiener eröffnet diese Woche eine große Ausstellung im Museum moderner Kunst (Mumok), zugleich mit einer von ihm mitkonzipierten Auswahl moderner Kunst. Die wenigen, seit Gründung des Museums in den 1960er-Jahren gesammelten Meisterwerke von Mondrian, Klee und Kokoschka werden durch Leihgaben ergänzt. Sie alle gehen auf einen Urknall zurück, der vor 100 Jahren die Wahrheiten der alten Kunst zerstörte. Kunst und Revolution: Wie geht das?

"Es gibt viele Klischees im Hinblick auf die


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