Stadtrand 

Bakterien und Viren, wir tragen euch auf Händen

Urbanismuskolumne

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 09/11 vom 02.03.2011

Wie oft haben Sie sich heute schon die Hände gewaschen? Also gründlich mit Seife und "mindestens eine halbe Minute lang“, wie es Experten empfehlen. Wenn man so etwas liest, dann juckt es einen doch gleich. Sofort sucht man das nächste Handwaschbecken. Doch spätestens bei der Seife kommt dann die Unsicherheit - wer hat die denn schon an den Händen gehabt? Natürlich sprachen die Experten vom Schutz vor Viren in Erkältungszeiten und entwarfen unschöne Szenarien, in denen Türklinken, Griffe von Einkaufswagerln und Treppengeländer eine Rolle spielten. Damit die Erkältungserreger keine Chance hätten, so der Ratschlag, möge man tunlichst vermeiden, seinen Mund und seine Nase anzufassen. So. Falls Sie jetzt gerade in der U-Bahn sitzen, schauen Sie doch einmal, was Ihre lieben Mitmenschen machen. Genau: sich an Mund und Nase fassen, rotzen und röcheln. Und nun überlegen Sie sich, was Sie bis zu diesem Zeitpunkt heute schon alles angefasst haben. Werden Sie nervös? Händewaschen hilft. Kurzfristig zumindest.


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