7 Sachen, die Sie über den OPERNBALL eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 09/11 vom 02.03.2011

Seit wann gibt’s den Opernball? Der erste Wiener Opernball unter diesem Namen stieg 1935, die Tradition allerdings geht zurück auf den Wiener Kongress.

Und dann jedes Jahr? Nein. 1939 feierte man noch (trotz bevorstehenden Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs). Aber dann erst 1956 wieder. Im Jahr 1991 wurde der Staatsball wegen des Golfkriegs abgesagt.

Wieso denn jetzt "Staatsball“? Na ja, der Ball findet immerhin in der Staatsoper statt, die obersten Repräsentanten des Staats besuchen ihn und laden ihre Gäste ein.

Was kostet das? Der Bundespräsident zahlt für seine Loge links der Bühne nichts. Der Bundeskanzler auch nicht. Ballbesucher zahlen € 230,- für das Ticket; Logen kosten € 17.000,-. Ein "Tischanteil“ für zwei Personen im sechsten Stock kostet € 160,-.

Darf jeder zum Ball? Die aktuelle Diskussion um den Ballgast von Richard Lugner zeigt: Nicht jede ist erwünscht. Aber mit Frack oder bodenlangem Abendkleid (so der Dresscode) kommen auch Waffenhändler, Diktatorensöhne, Wirtschaftskriminelle oder Adolf Hitler auf den Ball.

Wie bitte, Adolf Hitler?! Ja! 2000 erschien der Schauspieler Hubsi Kramar zum schwarz-blauen Opernball als Hitler kostümiert. Kramar blieb bei dieser Protestaktion allerdings nicht sehr lange am Ball. Er wurde von der Polizei abgeführt.

Wird noch protestiert? 1987 fand die erste (Anti-)Opernballdemo statt, in den Folgejahren demonstrierte man gegen tagespolitische Themen. Noch immer gibt es eine kleine Protestgruppe gegen den Ball und seine Vertreter. Die Gegend um die Staatsoper ist am Ballabend immer noch Sperrgebiet; nur mit Eintrittskarte kommt man zum Haus am Ring.


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