Wer hat Angst vor der Tigermutter Amy Chua?

Böse Mütter: Die Yale-Professorin Amy Chua sorgt mit einer Homestory für die heftigste Pädagogikdebatte seit langem

ANDREAS KREMLA | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

Das kann keine Gute sein: Amy Chua lässt ihre beiden Töchter nicht bei Freundinnen übernachten, besteht auf Bestnoten-Serien und weist unzulängliche Geburtstagskarten zurück. US-Medien haben sich auf die Autorin eingeschossen, Postings mit wüsten Beschimpfungen füllen deren Internetseiten. "Battle Hymn of the Tiger Mother", so der Originaltitel, wird als Schlachtgesang gegen ein westlich-liberales Weltbild gewertet. Das zu wanken beginnt: Vor allem im deutschsprachigen Raum zeigt der Diskurs Bereitschaft, Schwächen zuzugeben. Und war da nicht auch noch die Pisa-Studie mit Bestnoten für Schüler aus Shanghai?

"Die Welt rätselt, warum Chinas Kinder erfolgreicher sind als ihre Altersgenossen in Europa oder den USA", meint Maria Holzmüller in der Süddeutschen Zeitung, "Amy Chua, Jura-Professorin aus Yale mit chinesischen Wurzeln, liefert jetzt die Antwort." Und die ist einfach und lautet: Erfolg durch Disziplin.

Amy Chua investiert in ihre Kinder. Stundenlanges Klavier- und Geigeüben


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