Der Säugling huldigt einem sanften Vampirismus

Böse Sauger: Zwei neue Bücher beweisen die Attraktivität, um nicht zu sagen Unsterblichkeit des Vampir-Hypes

PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

Der Boom an Büchern mit, über - und man ist versucht zu sagen: von Vampiren hält weiterhin an. Das Interesse und die Faszination an diesen irgendwie seltsam zwischen Über- und Untermenschen positionierten Lebewesen scheint noch nicht endgültig ausgereizt zu sein, weswegen praktisch jeder Verlag ein Buch dazu herausbringt, in der Hoffnung, auch am Erfolg dieses Millionenmarkts mitsaugen zu können.

Titel im Segment der smarten Businessratgeber wie "Das Vampir-Prinzip. Wie ein Vampir denken und neue Märkte aussaugen" fehlen noch, aber im kulturwissenschaftlichen Bereich wird dieser einem Prinzip verpflichtete Zugang bereits aufgegriffen. Norbert Borrmann setzt in seinem neuen Buch, "Vampirismus", gleich bei der Geburt an: "Der Säugling tötet zwar sein Opfer, d. h. seine Mutter nicht, insofern huldigt er einem sanften Vampirismus, doch gleichwohl schwächt er sie, indem er ihr das Lebenselixier entzieht, das er selbst für sein Überleben benötigt."

Sein durchaus belesener und mit Quellenangaben


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