Kolumne

Bomben für den Frieden? Das Dilemma des Westens in Libyen

  Außenpolitik

aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

Franz Kössler

Hat der Westen, der Libyens exzentrischen Diktator in den letzten Jahren hofiert und gute Geschäfte mit ihm gemacht hat, jetzt nicht die moralische Verpflichtung, den Aufständischen in ihrem Kampf gegen Gaddafi zu Hilfe zu kommen?

Libyens Streitkräfte sind gespalten, Teile der Armee stehen auf der Seite der Rebellen - Luftwaffe, Milizen und afrikanische Söldner auf der Seite Gaddafis. Die Medien zeichnen entgegengesetzte Bilder von der Lage, je nachdem, auf welcher Seite sie stehen. Das geteilte Land schlittert in den Bürgerkrieg.

Die dürftig ausgebildeten Rebellen haben den Mut der Überzeugung auf ihrer Seite, das Regime die Skrupellosigkeit und die Überlegenheit der Waffen. Je mehr Zeit vergeht, desto besser kann Gaddafi seine militärische Stärke ausspielen. Ohne Hilfe des Westens können seine Gegner den Angriffen aus der Luft auf die Dauer nicht standhalten.

Die Verhängung eines Flugverbots durch die Nato könnte das Ungleichgewicht korrigieren. Gaddafis Kampfjets


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