Mikrowelle statt Dauerwelle

Politik | Inventur: Ingrid Brodnig | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

Mit dem Warenkorb berechnen wir die Inflation. Er bildet aber auch den Gesellschaftswandel ab

Die Dauerwelle hat lange gehalten. Die Pudelfrisur aus den 70er-Jahren fand sich bis heuer im österreichischen Warenkorb. Jetzt flog sie raus. Die Statistik Austria hat ihren Warenkorb aufgeräumt, mit dem sie die Inflation berechnet. Einige Produkte wurden entfernt, zum Beispiel Farbfilm, Röhrenfernseher oder Dauerwelle. Andere Waren kamen neu hinein, zum Beispiel das Navigationsgerät, der Bergkäse und die Elektrozahnbürste.

In erster Linie dient der Warenkorb zur Berechnung der Preisentwicklung. Er sagt uns, wofür die Österreicher Geld ausgeben und um wie viel diese Produkte teurer oder gar günstiger geworden sind. Im heurigen Jänner zahlte die Bevölkerung für dieselben Waren 2,4 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor, berechnet die Statistik Austria. Ihre akribischen Aufzeichnungen erlauben aber auch Rückschlüsse auf die Gesellschaft. Zum Beispiel wurden Altersbetreuung oder Bildungsausgaben


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