In der Wirklichkeit gibt es kein Gut und Böse

Politik | Rezension: Anton Pelinka | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

Watergate-Aufdecker Bob Woodward analysiert die Kriege des Friedensnobelpreisträgers Obama

Bob Woodward ist das, was man einen Starjournalisten nennt. Er deckte 1972 mit seinem Kollegen Carl Bernstein von der Washington Post den Watergate-Skandal auf. Er sezierte die Präsidentschaft George W. Bushs in mehreren Büchern ("Bush at War“) .

Bush ist Geschichte. Sein Nachfolger ist Gegenwart. Barack Obama fand die Resultate der Politik seines Vorgängers vor und muss nun damit umgehen. Noch im Wahlkampf, 2008, hatte er zu differenzieren versucht: zwischen dem Irakkrieg, von dem er sich schon als Senator distanziert hatte, und dem Afghanistankrieg, den er grundsätzlich befürwortete - als notwendige Reaktion auf den antiamerikanischen Terrorismus, der in Afghanistan eine Zentrale hatte. Als Präsident nannte er es dann "war of necessity“. Damit aber wurde der Präsident Obama zum Gefangenen des Wahlkämpfers Obama: Der Präsident konnte eine klare Rückzugsstrategie aus dem Irak festlegen,


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