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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 10/11 vom 09.03.2011

Kann sich noch jemand an das Geräusch der 56k-Modems erinnern? Jedes Mal, wenn man online ging, machte es: "Piep piep piep piep, tüüüüüüt tüüüüüüüüt, schkrrrrr schkrrrrr.“ Ein legendärer Sound, in den 90ern wurde sogar gescherzt, dass sich echte Internetsüchtler per Pfeifen ins Netz einwählen könnten. Heute hingegen sind die 56k-Modems Geschichte und damit auch ihr Knarzen, Gurgeln und Fiepen. Ebenso sind viele andere Sounds verschwunden. Wissen die Kids überhaupt noch, wie sich das Zurückspulen von Audiokassetten anhört? Das fragte sich unlängst auch der Technikjournalist David Pogue in der New York Times und wurde dabei ganz sentimental. "Wir ersetzen diese Sounds durch ... nichts“, schrieb er. Stimmt, die digitalen Geräte sind geräuschfreier als die analogen. Das ist allerdings eine gute Sache: Sonst würde unser gesamter Alltag von Piepsen und Knarzen überflutet. Wem diese Geräuschbelästigung dennoch abgeht, der kann sich ja den 56k-Sound als Klingelton nehmen. F


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